Tapasbar „La Cañita“

Ein Happen Spanien

Das Team um Gastgeber Edon Maloku (2. v. r.) bietet seinen Gästen einen gemütlichen und geselligen Abend am Großmarkt.

Tapas – die kleinen Gerichte spanischen Ursprungs erfreuen sich auch hierzulande stetig wachsender Beliebtheit. Ursprünglich als schmackhafte Happen zu Wein oder Bier gedacht, bilden sie immer häufiger ein komplettes Mahl. Sie stehen sowohl für genussvolle Vielfalt als auch für geselliges Beisammensein. Die Tapas-Fankultur in Deutschland ist kein kurzlebiger Trend. Vielmehr ist sie Ausdruck eines Lebensgefühls, das entspanntes Miteinander mit der Vorliebe für mediterrane Aromen verbindet. Das wirkt auch bei Minusgraden und Nieselregen. Am Niederrhein verkörpert Edon Maloku dieses Lebensgefühl in Perfektion. Auf dem Krefelder Großmarkt hat er gerade ein weiteres Restaurant eröffnet.

Mit ein bisschen Übung geht es ganz leicht: Das „ñ“, ein eigenständiger Buchstabe im spanischen Alphabet, wird ungefähr so ausgesprochen wie das „nj“ in Franjo. Das „La Cañita“ ist Edon Malokus drittes Restaurant in der Region, nach den „Las Tapas“-Standorten an der Uerdinger Straße und in Kempen. Das Wort „Cañita“ bedeutet „kleines Röhrchen“ oder „Strohhalm“. Außerdem bezeichnet es ein kleines Bier, als Verkleinerungsform von „caña“. „Bierchen“ ist es ein sehr passender Name für eine Tapasbar. Mit seinem neuesten Projekt will der 43-Jährige die spanische Esskultur noch stärker in seiner Heimatstadt verankern. Im Unterschied zu seinen anderen Locations, wo es auch klassische Hauptgerichte wie Rumpsteak oder Lammspieß gibt, setzt er am Großmarkt ausschließlich auf die leckeren Happen – die aber auch satt und glücklich machen, wie Kenner wissen. Nach den ersten Wochen ist er sehr zufrieden. „Das ,Cañita’ kommt sehr gut an“, bestätigt er. Das Publikum sei bunt gemischt: „Familien, Freundeskreis, Kollegengruppen oder Pärchen, die sich einen schönen Abend machen wollen, kommen zu uns.“

Im großzügigen Außenbereich finden bis zu 80 Genießer Platz.

Auslöser für die Idee zum „Cañita“ war Malokus Begeisterung für den Großmarkt, diesen urbanen Ort mit reichlich Atmosphäre. „Ich schätze dieses Areal schon seit vielen, vielen Jahren“, sagt der Gastronom. „Der Großmarkt ist ein attraktiver Anziehungspunkt für Menschen weit über Krefelds Grenzen hinaus.“ Mit seinem neuen Angebot möchte er das tolle Angebot um eine weitere Facette bereichern. Bezogen haben er und sein Team dafür eine Hallen-Koje, die vorher von einem Kamin-Spezialisten genutzt worden war. Im Inneren gibt es rund 30 Plätze. Außen stehen bis zu 80 Plätze zur Verfügung. Geöffnet ist montags bis samstags ab 17 Uhr. „Gerade in den Sommermonaten und im Frühherbst ist das abendliche Flair auf dem Großmarkt nicht zu toppen“, findet Edon Maloku.

Mit mediterranen Angeboten kennt er sich bestens aus. Vor mehr als zehn Jahren eröffnete er an der Uerdinger Straße/Ecke Kaiserstraße seine erste Tapas-Anlaufstelle. „Diese Art zu speisen, verbindet Menschen auf eine wunderbare Weise“, sagt er. Das hat mir damals gut gefallen. Und es gefällt mir heute mehr denn je.“ Das war auch der Grund, warum er nach seinem Maschinenbaustudium einen anderen Weg eingeschlagen hat. „Ich wollte schon als junger Mensch Gastgeber sein. Ich glaube, das ist meine Berufung.“ Durch den Zuspruch seiner Gäste weiß er, wie richtig er mit seiner damaligen Entscheidung lag. „Wir haben viele Stammgäste, was mich natürlich sehr glücklich macht. Aber ich hoffe, dass zu unserer neuen Adresse nun auch neue Gäste finden.“ Vielleicht sind ja auch einige darunter, für die Tapas noch kulinarisches Neuland sind.

Die kleinen mediterranen Happen werden zu Bier und Wein gereicht – ergeben aber auch eine sättigende Mahlzeit.

Hier stehen Edon Maloku und sein Team gerne für Empfehlungen zur Verfügung. Wie wäre es zum Beispiel mit „Jamón Ibérico Bellota“ (Schinken vom iberischen Schwein), „Gambas al ajillo“ (Knoblauchgarnelen) oder „Patatas Bravas“ (frittierte Kartoffeln mit würziger Sauce)? Auch „Croquetas de Jamón“ (Schinken-Kroketten) oder „Datiles con bacon“ (Datteln im Speckmantel) sorgen für einen wahren Gaumenschmaus. Nicht zu vergessen: die berühmten und beliebten „Albóndigas“. Diese spanischen Fleischbällchen sind mit Frikadellen nur sehr entfernt verwandt. Sie werden in einer Tomatensauce mit Knoblauch, Paprika, Zwiebeln und Olivenöl serviert.

„Am besten, man bestellt gemeinsam mehrere Gerichte und probiert alles einmal durch“, rät der Fachmann. Nachbestellungen kommen häufig vor – „wenn man einmal auf den Geschmack gekommen ist …“ Übrigens: Natürlich stehen auch spanische Weine und „Bierchen“ auf der Karte.

La Cañita
Oppumer Straße 175 (Großmarkt)
47799 Krefeld
Mobil: 0174 – 2017947
E-Mail: reservierung@lacanita.de

Fotos: Felix Burandt
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